Dusseldorf disco comes to the Guggenheim as Creamcheese matures (The Guardian)
Celebrating Dusseldorf, the city that birthed krautrock (Fact Magazine)

ZUR ZEIT WEGEN CORONA KEINE VERANSTALTUNGEN!

CREAMCHEESE LIEBT DICH!

Das im Juli 1967 eröffnete Creamcheese ist die zentrale Achse des modernen Düsseldorf und globaler Transmitter der prägenden künstlerischen Impulse bis heute. Creamcheese ist die Keimzelle und Angelpunkt des deutschen Krautrock. Organisation, Kraftwerk, NEU!, Harmonia, Can, Amon Düül oder Guru Guru waren die Bands, die den Sound des Creamcheese und den der letzten 50 Jahre definierten. Creamcheese ist wesentlicher Bestandteil und historisches Erbe der Düsseldorfer Kunst und Kultur. Creamcheese ist Kunst und Musik, Literatur und Sprache, Gesamtkunstwerk und Aktionskunst - der Gegenwart aber auch von Gestern und Morgen, denn nur die Kunst schafft Zukunft.

CREAMCHEESE im Guggenheim 2014

Die Gründung: CREAMCHEESE, Neubrückstraße 12:

Im Jahre 1967 gegründet von Hans-Joachim Reinert und Bim Reinert und konzeptionell gestaltet von dem Bildhauer Günther Uecker, dem Filmemacher Lutz Mommartz, dem Designer Danilo Silvestrin und dem Allround-Künstler Ferdinand Kriwet, entstand in der Neubrückstraße 12 ein für damalige Verhältnisse spektakuläres und originelles Lokal, wie u. a. die Frankfurter Rundschau im Januar 1968 berichtete. Uecker hatte sich der von Heinz Mack und Otto Piene gegründeten Künstlergruppe ZERO angeschlossen, deren Werke sich um Licht, Bewegung, Raum und Zeit, Dynamik und Vibration drehten. Diese Elemente sollten auch das Creamcheese bestimmen. Die Idee, Popmusik mit Kunst zu verbinden, beruhte auf dem Vorbild von Andy Warhols Club The Dom.


Joseph Beuys und Piss Off, 1968 im CREAMCHEESE


Die Ausstattung, wie etwa eine 20 Meter lange Theke mit Spiegel-Lamellen-Rückwand von Heinz Mack, Titel „der Mund“, ein Gemälde von Gerhard Richter im Vorraum, das ein liegendes Mädchen zeigte, die bis zu 24 laufenden Fernseher, eine zum Podium erhobene Tanzfläche, dem „Aktionsraum“ und diverse Kunstobjekte wie ein überdimensionaler Nagel in einem Metallkäfig als Objekt von Uecker, Titel: „electric Garden“, machten das Creamcheese zu einem intellektuellen Lokal in der Zeit der End-1960er. Das Creamcheese-Manifest lieferte die Programmatik des Künstlerlokals.

Weit über Düsseldorfs Stadtgrenze bekannt, stand der Name Creamcheese für einen progressiven Musiksound. Zu hören waren bekannte Bands wie Atomic Rooster, Iron Butterfly, Camel, Pink Floyd, Birth Control, Supertramp, Genesis, Deep Purple und Frank Zappa, der mit seinem Song Son of Suzy Creamcheese den Namen für den Insidertreff lieferte. Suzy Creamcheese ist eine fiktive Person, die unter anderem auf Zappas Album Freak Out! mehrere Auftritte hat. Uecker hatte Zappa bei seinen New York Aufenthalten kennen gelernt. Bei seinen Tourneen im Dezember 1970 und November 1971 trat Zappa auch in Düsseldorf auf und besuchte bei diesen Gelegenheiten das Creamcheese. Die wichtigesten Gruppen des deutschen Krautrock spielten live im Creamcheese.

Achim Reinert stand, in seinem langen schwarzen Ledermantel mit Schaffnerkasse vor dem Bauch, wie eine lebendige Skulptur an der Tür. Hinter der Theke bedienten heute bekannte Künstler, wie Blinky Palermo, Imi Knoebel oder Katharina Sieverding. Das Creamcheese zog nicht nur Musik- und Tanzbegeisterte an, sondern auch Künstler wie Joseph Beuys, Anatol Herzfeld und Günther Uecker zählten zum Stammpublikum. Angeregt durch Johann Kuiper fanden diverse „Kneipentheater“-Aufführungen statt, gefördert von den damaligen Besitzern Bim und Achim Reinert. So führten zum Beispiel die Künstler Beuys und Herzfeld am 5. Dezember 1968 die gemeinsame Aktion Handaktion und Der Tisch auf. Mommartz drehte 1967/68 im Creamcheese zwei Kurzfilme: Oben / Unten und Gegenüber. Beide Filme zeigte Mommartz 1968 auf der Documenta 4 in seinem Zweileinwandkino. Auch für Filmvorführungen und avantgardistische Modenschauen stand das Creamcheese zur Verfügung. Mit seinen Rundscheiben, den an die Wand projizierten, kreisförmig angeordneten Worten, schaffte Krivet eine neue Art der visuellen Gestaltung von Texten, welche zusammen mit dem Stroboskoplicht ganz neue Sinnes-Eindrücke für die Besucher erzeugte.

Somit wurde das Creamcheese zu einem Gesamtkunstwerk und entwickelte sich zu einem Stück Zeitgeschichte. Der langjährige documenta-Ausstellungsleiter Arnold Bode äußerte sich 1968 über das Creamcheese: „Das ist keine Kneipe, sondern als Raum ein Gesamtkunstwerk". Im September 1976 verließ das Creamcheese die Neubrückstraße 12 und zog in die Flingerstaße.

CREAM, Dezember 1976, Flingerstraße 11 und die neue Generation.

Mit Namensvekürzung zum „Cream“ bestand das „neue Creamcheese“ nur 3 Jahre. Bereits im Dezember 1979 etablierte sich in den Räumlichkeiten das „Kick“ unter neuer Führung. 1981 als „Line Light“ umgetauft, entwickelte sich der Club Ende der 1980er Jahre zu einem neuen Zentrum der Düsseldorfer Kreativszene. Zu den Stammgästen gehörten unter anderem Schauspielerin Heike Makatsch, die New Yorker Künstlerin Mary Buck, Thunderbaby-Betreiberin Anouschka Elspass, Aktionskünstler Christian Koch und Unique Records Labelchef Henry Storch, der mit Line Light DJ Gunnar Ruschak den Unique Club, einen der legendärsten Düsseldorfer Clubs der 1990er Jahre, eröffnen sollte. Die letzte Innenausstattung des Line Light wurde von Mary Buck konzipiert, die unter anderem für Die Krupps Albencover gestaltete. Im Frühjahr 1992 schlossen sich die Türen des Line Light für immer. Jedoch lebte der Geist der ersten Generation in ihren Kindern weiter. Bereits 1996 initiierte Christian Koch als Aktionskunstwerk den Düsseldorfer UFO Club im Rheingold und brachte im Jahre 2000 die Underground Kunst in Form von Happening und Performance in den Ratinger Hof zurück.

 

Der Nachbau der damaligen „längsten Theke Deutschlands“ wurde zeitweise im Düsseldorfer Kunstmuseum im Ehrenhof, das fast die ganze künstlerische Innenausstattung des Creamcheese aufgekauft hatte, mit den Original-Exponaten ausgestellt. Erwähnung fand das Creamcheese auch in „Summer of Love“, einer Ausstellung der Tate Liverpool in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main und der Kunsthalle Wien. Im Jahr 2000 präsentierte Die Nacht der Museen im Museum Kunstpalast eine Creamcheese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Bim Reinert und dem Aktionskünstler Christian Koch. Im Jahr 2014 feierte das Creamcheese im Guggenheim Museum und wurde von dem legendären Lichtkünstler Joshua White illuminiert. Zum 50. Jubiläum der 68er Generation und der Geburt des deutschen Krautrock präsentierte das Creamcheese das einzigartige Düsseldorfer Rheinkraut Festival 2018. Ebenfalls in diesem Jahr veranstaltete das Creamcheese zusammen mit HA Schult die "Creamcheese - ein Gefühl" Happenings im Mutter Ey - nur wenige Meter vom original Tatort entfernt. 2019 gastierte das Creamcheese mit der einmaligen Kunstinstallation "Aktion-Projektion-Reaktion" im Düsseldorfer Künstlerverein Malkasten.






Creamcheese e. V.
Im Juli 2005 gründeten Hans Herriger, Peter und Petra Rewald, Günter Leyl, Robert Eglauer, Thomas Aulenkamp, Andreas Hesselmann, Ralf-Georg Wegemann, Birgit Marlis Bongardt und Michael Meglitsch den „Creamcheese-Verein“.
Der Creamcheese e. V. ist eine kulturell wirksame Vereinigung im Sinne der Kunst- und Kulturvereinigung des Creamcheese der Jahre 1967 bis 1976. Zweck und Aufgabe des Vereins ist die Pflege des Andenkens an das kulturelle Leben im und rund um das Creamcheese, das während seines Bestehens ein wichtiger kultureller Treffpunkt von Künstlern und anderen Kulturträgern war.

Der Verein organisiert authentische Veranstaltungen in Form von Happenings mit originalem und nachgebildetem Inventar.







AKTION CREAMCHEESE IM RATINGER HOF


Das CREAMCHEESE hat mit Petition und Aufruf an die Düsseldorfer Szene über 30.000 Personen erreicht - die lokalen Kunst- und Kulturschaffenden fordern einstimmig und sofort: CREAMCHEESE IM RATINGER HOF!

Das CREAMCHEESE plant bereits die Kunst-"Aktion Hoffnung 21" und wird die ersten Termine bald bekannt geben.

Mehr Informationen und Supporter Liste auf unserer Facbook Seite:
http://www.facebook.com/creamcheeseEV



PRESSE / PRESS

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Die Idee klingt wie ein Traum, der in Erfüllung gehen soll. Im Ratinger Hof
und im Creamcheese gingen Weltstars ein und aus.
(Express)

https://www.express.de/duesseldorf/legendaer-in-duesseldorf-duerfen-sich-diese-lokale-ueber-ein-comeback-freuen--37144250

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Dusseldorf disco comes to the Guggenheim as
Creamcheese matures
(The Guardian)

https://www.theguardian.com/culture/2014/nov/17/dusseldorf-disco-creamcheese-krautrock-zero-movement-guggenheim

However, it’s still surprising – and gratifying – to see a nightclub being taken so seriously in an institution like the Guggenheim.

when people talk about influential clubs, they’re usually in places like New York and London. However, on Saturday night, the Guggenheim museum re-created the glory days of a disco in Dusseldorf. Creamcheese was named after a song by Frank Zappa and proved to be a crucible for krautrock, with a playlist which, over the years, included such classics as Mushroom by Can, Hollywood by Cluster and Hallogallo by Neu!, all of which were blasted in the Guggenheim’s famous atrium. The club also hosted Kraftwerk’s first performance, a pleasing symmetry given that the synth pioneers now generally tour art galleries such as with their residency at Tate Modern in 2013.

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At the Guggenheim, a Legendary German Art Disco Is
Reborn for One Night Only (tmagazine)

https://tmagazine.blogs.nytimes.com/2014/11/17/guggenheim-creamcheese-zero-disco/

After the horrors of World War II, German national identity was primed for an anything-goes reinvention — and creation always needs a laboratory. This past Saturday evening, the Guggenheim transformed into a re-creation of a decades-old Dusseldorf discotheque called the Creamcheese club, where visual artists and musicians tussled with ideas of originality, abstraction and innovation. The Guggenheim’s one-night-only event paid homage to a space that from 1967 to 1976 served as a revolving door to nearly all of Germany’s globally influential creative class.

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Rätselraten um legendären Ratinger Hof
(Rheinische Post)

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtgespraech/raetselraten-in-duesseldorf-wird-der-ratinger-hof-fuer-immer-aus-der-szene-verschwinden_aid-52304581

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Marken von Weltruhm für die Ratinger Straße
(Rheinische Post)


https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtgespraech/duesseldorf-creamcheese-im-ratinger-hof-fuer-die-altstadt_aid-52520439

Der Markenkern des Creamcheese ist so stark, die Stadt täte gut daran, an der Ratinger unterdiesem internationalen Kultbegriff zu firmieren.

 




















CREAMCHEESE e.V. KONTAKT UND IMPRESSUM